Botschaft 0507. (Version vom 21.04.2005)
Vermutungen als hilfreiche unangenehme Gefühle, um zweideutige Menschen zu durchschauen

Eine im Nebel verschwindene Baumreihe.

Der Gottesgeist im Ich Bin schenkt über ein reines Lichtwesen den selbstehrlichen Menschen kleine Hinweise, wie sie ihr Leben sicherer vor falschen Menschen machen können. Gerade sie sind gefährdet von unehrlichen Menschen ausgenützt zu werden, die zwiespältig leben und sich selbst nicht kennen. Aus ihrer Gutmütigkeit und helfenden Lebensweise, sind sie gefährdet Dinge zu tun, die sie später bedauern. Ihr voreiliges Vertrauen wurde oft im Leben schmerzlich missbraucht. Um sich selbst vor hinterlistigen Menschen zu schützen, bietet ihnen der Gottesgeist über „Vermutungen“ eine Möglichkeit an. Er versucht ihnen über einen selbstehrlichen Künder eine Vermutung ihrer unangenehmen Gefühle zu einem sich verstellenden Menschen näher zu beschreiben und verständlich zu machen.

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5 Gott zum Gruß, ihr nach der göttlichen Wahrheit suchende Menschen!

Vieles auf der Erde begegnet euch, das euch täuschen kann. Ihr kommt nicht gleich dahinter, weil ihr zu wenig Wissen habt, um die Unwahrheit aufzudecken. Deshalb versucht der Gottesgeist euch das hinterlistige Verhalten der Menschen zu erklären, die aus verschiedenen Motiven sich verstellen. Oft begegnen euch Menschen, aus denen ihr nicht schlau werdet, weil sie zweideutig reden und auch so leben. Ihr kommt ihnen nicht auf die Schliche, da ihr mit ihnen nicht täglich zusammen lebt.

Ihr erkennt jedoch aus ihrem äußeren Verhalten, es stimmt etwas nicht mit ihnen, doch ihr kommt nicht gleich darauf, warum es tatsächlich so ist. Ihr erahnt durch eure Seele, dass es sich um einen Menschen handelt, der sein wahres Gesicht geschickt verheimlichen kann. Ihr habt zwar keine Beweise dafür, dass er sich falsch gibt, doch aus eigener Menschenkenntnis spürt ihr - dazu gehört euer „Selbst-kennenlernen“ - dass sich ein Mensch gewandt und mit Raffinesse verstellt.

Diesen Menschen aus der Reserve zu locken ist schwer, damit er sein wahres Gesicht zeigt, weil er ein Abwehrprogramm aufgebaut hat, um jeden Versuch eines Anderen scheitern zu lassen. An so einen zweideutigen Menschen, der geschickt seine Verstellungsmaske aufbehält, kommt ein sanfter und gutmütiger Mensch nicht heran. Ihm gelingt es nicht, ihn aus der Reserve zu locken, damit er ungekünstelt vor ihm erscheint.

Ihn kann man nur mit Gegenreden aus seinem Scheingebäude herauslocken. Dadurch redet er unkontrolliert und unbewusst. Sein Unterbewusstsein gibt dann alles frei, was er an Gedanken und Absichten versteckt gehalten hat. Wenn er sich entblößt hat, erschrickt er zuerst und ist traurig über sich, weil er sich von seiner wahren Seite gezeigt hat. Dies wollte er doch unter allen Umständen vermeiden.

10 Nun, was tut so ein zweideutiger Mensch, nachdem er sich verraten hat und durchschaut fühlt?

Er versucht denjenigen, der ihn kurzweilig ohne Maske erlebt hat, unglaubwürdig zu machen. Dies ist sein bester Schutz und seine Sicherheit, denn nur so kann er beruhigt unverändert verstellt leben und bleibt bei den Menschen glaubwürdig, die er vortrefflich täuschen konnte.

Doch eines Tages wird ihm das zweideutige Verstellungsleben zuviel, wenn er mit Gott im herzlichen Bund leben möchte. Dann macht er sich Gedanken, wie er wieder zur Selbstehrlichkeit zurückfindet. Das ist der Augenblick, ab dem er bewusst auf dem Inneren Weg zu Gott gehen kann, vorausgesetzt, er hat keine ungesetzmäßigen Wünsche, die er sich noch gerne in der Welt erfüllen will.

Vermutungen, aus der Gefühlsebene eines herzlichen Menschen mit intensiver Gottesausrichtung, können einem zweideutigen Menschen eine große Hilfe sein, sich selbst schneller zu erkennen, falls er sie zur Veränderung seiner Charakterschwächen annehmen möchte. Solange er jedoch gegenüber seiner stolzen Person kein Wort seiner Schwächen zulässt bzw. sie immer abstreitet, ist keine Veränderung seines zweideutigen Wesens in Sicht. Wenn man dem charakterschwachen Menschen etwas Unehrliches nicht beweisen kann, dann wird er dies immer weiter geschickt mit Worten zudecken wollen.

Vermutungen sind keine Beweise, doch sie können einem herzlichen Menschen gute Aufschlüsse geben, mit welchen Menschen er es zu tun hat. Weist seine Seele einen erhöhten Reinheitsgrad auf, dann kann die Vermutung ihm sehr hilfreich sein, sich nicht von zweideutigen Menschen täuschen zu lassen. Dies wäre so wichtig auf dieser Welt der Täuschungen.

15 Wer selbst noch Menschen zu täuschen versucht, der ist nicht sicher vor Täuschungen durch andere Menschen. Deshalb wäre es gut, sich selbst kennen zu lernen, um Verstellungen eines Menschen mit der Hilfe Gottes über Vermutungen aufzudecken.

Vermutungen sind unangenehme Gefühle die sich dann bemerkbar machen, wenn ein zweideutiger Mensch vor einem steht und Äußerungen von sich gibt, die der Wahrheit nicht entsprechen. Wenn man diese unguten Gefühle genauer unter die Lupe nimmt bzw. überdenkt, dann kommen Gedankenbilder ans Oberbewusstsein, die aus unangenehmen Erfahrungen mit unehrlichen Menschen stammen. Dies ist ein Zeichen, dass wir mit unserer Vermutung richtig liegen. Doch beweisen können wir unsere Vermutung keinem Menschen und das ist das Schmerzliche im menschlichen Leben, das aus verschiedenen Täuschungen besteht.

So eine Welt haben sich die abtrünnigen Gotteswesen erdacht, um traumwandlerisch zu leben. Nun trauen sie keinem Anderen über den Weg und sich auch nicht, weil sie sich schon unbewusst selbst anlügen. Deshalb haben sie sich Sprüche zurechtgelegt und danach leben sie: Vertrauen ist gut, doch Kontrolle ist besser!

Eine Vermutung ist kein Beweis für diese Welt, doch sie kann einem Herzensmenschen eine gute Stütze sein, dass er nicht blind eine voreilige Abmachung oder Freundschaft mit einem zweideutigen Menschen eingeht , der sich falsch gibt.

Wer in seinem Leben sich ehrlich durchschaut hat, der wird die Vermutung als eine helfende Selbstschutzmaßnahme ansehen. Dies wünscht der Gottesgeist den Menschen, die in der dunklen Welt selbstehrlich und mit Gott im herzlichen Verbund leben wollen!


20 Gott zum Gruß.